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Landingpage für Werbeanzeigen: Checkliste

Checkliste für Produktseiten und Landingpages, auf die Ihre Anzeigen führen: Botschaft, Ladezeit, Angebot, Vertrauen, Checkout, Tracking und deutsche Pflichtangaben.

adthief.ai · · 4 Min. Lesezeit

Wenn Anzeigen günstige Klicks bringen, aber kaum Käufe, liegt es meistens an der Seite dahinter – und kein neues Creative behebt das. Eine gute Landingpage setzt genau das fort, was die Anzeige versprochen hat, lädt auf dem Handy schnell, beantwortet die naheliegenden Fragen und macht den Kauf so einfach wie möglich.

Diese Checkliste gilt für Produktseiten genauso wie für eigene Kampagnenseiten. Gehen Sie sie auf dem Smartphone durch, denn dort landen die meisten Klicks aus Meta und TikTok. Eine englische Fassung mit etwas anderem Schwerpunkt finden Sie in unserer Landing Page Checklist.

1. Die Botschaft der Anzeige fortsetzen

Wer auf eine Anzeige klickt, erwartet, das Gesehene wiederzufinden. Wenn nicht, ist er in Sekunden wieder weg.

  • Die Überschrift greift das Hauptversprechen der Anzeige auf, in ähnlichen Worten.
  • Das beworbene Produkt ist das Erste, was man sieht – nicht eines von zwanzig in einer Kategorieübersicht.
  • Das Angebot aus der Anzeige (Bundle, Gratisversand, Rabattcode) ist ohne Scrollen sichtbar.
  • Bild oder Video ähneln der Anzeige, damit klar ist: richtige Seite.
  • Wenn Sie mehrere Botschaften testen (z. B. „Geschenkidee“ und „Lösung für Rückenschmerzen“), bekommt jede ihre eigene Seite oder zumindest einen eigenen oberen Bereich.

Häufigster Fehler: Alle Anzeigen führen auf die Startseite.

2. Ladezeit und Mobilansicht

Jede Sekunde Ladezeit kostet bezahlte Klicks, die nie etwas zu sehen bekommen.

  • Testen Sie die Seite mit Googles kostenlosem Tool PageSpeed Insights und beheben Sie die größten Punkte.
  • Bilder sind komprimiert und für Mobilgeräte skaliert.
  • Nichts springt beim Laden herum.
  • Text ist ohne Zoomen lesbar, Buttons sind mit dem Daumen gut zu treffen.
  • Kein Pop-up in den ersten Sekunden – ein Cookie-Banner ist in vielen Fällen nötig, ein Newsletter-Pop-up darüber nicht.
  • In-App-Browser testen: Öffnen Sie den Link aus der Facebook- oder Instagram-App heraus. Manche Checkouts, Zahlungsarten und Logins verhalten sich dort anders als in Safari oder Chrome.

3. Angebot und Kaufknopf

  • Ein klarer Hauptbutton („In den Warenkorb“), gut sichtbar, auf dem Handy auch beim Scrollen erreichbar.
  • Preis sofort sichtbar, bei Varianten der Preis der gewählten Variante.
  • Varianten (Größe, Farbe, Menge) einfach wählbar, mit Vorauswahl der beliebtesten Option.
  • Bundles oder Mengen klar erklärt: Was bekomme ich, was spare ich?
  • Lieferzeit konkret: „Lieferung in 2–3 Werktagen“ statt „schneller Versand“.

4. Vertrauen und Einwände

Die meisten Menschen kennen Ihre Marke nicht. Die Seite muss beantworten, warum sie Ihnen vertrauen sollten:

  • Bewertungen mit Sternen und Text, nah am Kaufbutton. Nur echte Bewertungen, und wenn möglich mit einem Hinweis, wie sie gesammelt wurden – mehr dazu in Kundenbewertungen in Anzeigen.
  • Zahlungsarten sichtbar. In Deutschland sind PayPal und Kauf auf Rechnung für viele Käufer wichtig; zeigen Sie, was Sie anbieten.
  • Versand und Rückgabe kurz zusammengefasst auf der Produktseite, nicht nur in den AGB.
  • FAQ zu den drei bis fünf häufigsten Fragen: Größe, Anwendung, Inhaltsstoffe, Haltbarkeit, Kompatibilität.
  • Kontakt erreichbar, im Idealfall mit echter Adresse und einem Ansprechpartner.

Tipp: Lesen Sie die Kommentare unter Ihren Anzeigen und die Fragen im Kundenservice. Was dort immer wieder gefragt wird, gehört auf die Seite.

5. Deutsche Besonderheiten im Shop

Wer in Deutschland verkauft, hat einige Pflichtangaben, die auch auf Kampagnenseiten stimmen müssen. In allgemeiner Form:

  • Impressum mit einem Klick erreichbar.
  • Preise als Endpreise inklusive Mehrwertsteuer, mit Hinweis auf Versandkosten.
  • Grundpreis (z. B. Preis pro 100 ml oder pro kg) bei Produkten, die nach Gewicht, Volumen oder Länge verkauft werden.
  • Rabatte: Bei Preisermäßigungen gelten Regeln, auf welchen früheren Preis Sie sich beziehen dürfen. Ein durchgestrichener Preis muss diesen Regeln entsprechen.
  • Bestellbutton eindeutig beschriftet, etwa „zahlungspflichtig bestellen“.
  • Widerrufsbelehrung, AGB und Datenschutzerklärung verlinkt.
  • Cookie-Banner, der Tracking erst nach Einwilligung lädt, wo das nötig ist (siehe Meta Pixel und DSGVO).

Shopsysteme wie Shopify oder Shopware bringen vieles davon mit, aber eigene Landingpages aus Seitenbaukästen oft nicht. Prüfen Sie jede neue Seite.

6. Tracking

Ohne Tracking lernt Ihre Werbeplattform nichts, und Sie wissen nicht, ob die Seite funktioniert.

  • Pixel und Conversions API lösen auf der Seite „ViewContent“ aus, beim Klick auf den Warenkorb „AddToCart“ und nach dem Kauf „Purchase“ mit Wert.
  • Testen Sie das mit dem Test-Events-Tool im Events Manager, einmal mit und einmal ohne Einwilligung im Cookie-Banner.
  • UTM-Parameter in den Anzeigen-Links, damit Sie die Kampagne in GA4 und im Shop wiederfinden.
  • Kein doppeltes Purchase-Event (z. B. durch Neuladen der Bestätigungsseite).

Die technische Einrichtung erklärt Meta Pixel und Conversions API richtig einrichten.

7. Testen und messen

Eine Landingpage ist nie fertig. Sinnvolle Tests, in dieser Reihenfolge:

  1. Oberer Bereich: Überschrift, Hauptbild, Platzierung des Preises
  2. Angebot: Einzelprodukt gegen Bundle, Gratisversand-Schwelle
  3. Reihenfolge der Inhalte: Bewertungen früher oder später
  4. Länge: knappe Seite gegen ausführliche Seite mit mehr Erklärung

Messen Sie die Konversionsrate der Seite (Käufe ÷ Sitzungen aus bezahltem Traffic) und den Warenkorbwert, nicht nur die Absprungrate. Beispiel: Seite A hat 2,0 % Konversionsrate bei 45 € Warenkorb, Seite B 1,8 % bei 58 €. Pro 1.000 Besucher bringt A 900 € Umsatz, B 1.044 € – B gewinnt, obwohl weniger Menschen kaufen.

Schnell-Check in fünf Minuten

Wenn Sie wenig Zeit haben, prüfen Sie nur diese fünf Punkte auf dem Handy:

  • Sieht die Seite aus wie die Anzeige?
  • Lädt sie aus der Instagram-App in wenigen Sekunden?
  • Sehe ich Preis, Lieferzeit und Kaufbutton ohne Scrollen?
  • Gibt es echte Bewertungen nahe am Button?
  • Kommt nach einem Testkauf das Purchase-Event im Events Manager an?

Hinweis: Die Angaben zu Pflichtinformationen sind allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung. Lassen Sie Ihren Shop und Ihre Kampagnenseiten von einem Anwalt oder einem spezialisierten Prüfdienst prüfen.

Der nächste Schritt

Wenn Ihre Anzeigen Klicks bringen, aber die Käufe ausbleiben, schauen wir uns Anzeige und Landingpage gemeinsam an – im kostenlosen Ad Review: Termin buchen. Das Gespräch führen wir auf Englisch.